Stand 3.9.06

 Törn 2005 vom 17.9.-24.9.

Skipper:

 Klaus

Crew:

 Charly - Sir Charles
Christoph - Mallinger
 Florian - Flo
 Helmut - the long one
 Horst - Wirtic
 Robert - der Stille 

17.9. 18.9. 19.9. 20.9. 21.9. 22.9. 23.9. 24.9.

 

Strecke gesamt 216,9 sm Gesamtroute  

Vorbereitung:
Nachdem wir in einigen Crewsitzungen bei einigen Elektrolytgetränken die Details geklärt hatten, erledigten Horst und Christoph den Einkauf für die notwendigste Bordverpflegung.
 

zum Anfang 17.9.05 Anreise Bildergalerie

Die Anreise war dreigeteilt :
- Sir Charles und Christoph reisten mit dem mittlerweile legendären Schlampenschlepper an (Audi TT Quattro),
- Ich fuhr den Umweg über Frohnleiten um Robert und Flo einzuladen,
- Horst fuhr mit dem Skipper und dem Proviant.
Bis 30 km vor Portoroz regenet es recht ordentlich, am Ziel ist es zuerst sonnig bei 26 Grad.
Treffpunkt war die Marina in Portoroz, wo wir uns schließlich bei einem Elektrolytgetränk und einem kleinen Imbiss wieder zusammenfanden ( Ankunft zwischen 12:31 und 14:25 ) . Wir übernahmen unser Schiff ( die Morchel, wie unser Kleinster zu sagen pflegt ) und hatten eigentlich geplant noch am gleichen Tag auszulaufen. Jedoch machte uns einerseits das Wetter ( Gewitter von 19:00 bis 1:00 Früh ) als auch die steigende Unlust des Skippers einen Strich durch dir Rechnung. Geknickt zogen wir uns wieder in die Marina zurück, und löschten den Frust mit Elektrolyten. Nach einem Gute-Nacht-Schluck ziehen wir uns in die Schlafsäcke zurück. Das Wetter bleibt die ganze Nacht recht stürmisch.

Sprüche zum Tag:
Flo: wann der Stille ins Meer springt, und a hai kummt, denkt der sich - a Wal - den lass ich in ruh - der ist größer als ich.
TLO : wenn er hohl klingt, hat er zuviel Sprudel ( war eigentlich der Sound des Außenborders gemeint, nicht der Flo )
 

zum Anfang 18.9.05 Portoroz-Novigrad 21,4 sm Route Bildergalerie

Das Wetter ist nach wie vor stürmisch (Windstärke 7, ca. 28 Beaufort) - nicht gerade eine Einladung zum Auslaufen.
Nach einem kurzen Frühstück in der Marina hieß es endlich "Leinen los".
Nachdem unser ursprüngliches Ziel nach Italien zu segeln mit dieser Schüssel zu unsicher war, musste umdisponiert werden, und es blieb eigentlich nur der Weg nach Süden. Somit auf nach Umag zum Ausklarieren, und weiter nach Novigrad - wieder einklarieren. Wieder war ein Tag versch... und diverse Mängel am Schiff, die wir entdeckt hatten, machten eine Weiterfahrt vorerst unmöglich.
somit hieß es übernachten in Novigrad, und warten bis am nächsten Tag das Serviceteam eintrifft, um unseren Kahn wieder auf Vordermann zu bringen. Hier ein kurzer Auszug der Mängel :
- die Bilgepumpe läuft nicht ( die Kabel waren komplett zerfressen )
- im Boden schwimmt eine Mischung aus Süßwasser und Diesel und sorgt für einen angenehmen Raumduft
- Die Batterie wird nicht geladen (nur bei Landstrom) - das Ladekabel war gar nicht angeschlossen, die Starterbatterie
  wurde überladen
- der Autopilot gab alle paar Sekunden ein nerviges Pfeifen von sich, und ließ sich durch keinerlei Tastendruck beirren
 ( wurde von uns dann einfach außer Betrieb genommen)
- der Kompass an den beiden Ruderständen weicht um 10 Grad ab, beide deutlich vom GPS.
- Die Log läuft nicht , daher keine Geschwindigkeitsanzeige ( wurde von uns am nächsten Tag per Tauchgang erledigt )

Des weiteren haben wir bei näherer Betrachtung festgestellt :
 - der Kartentisch ist unbrauchbar , da hat gerade ein A4-Zettel Platz
 - der Herd ist in die Arbeitsplatte eingelassen, und NICHT kardanisch aufgehängt
 - Stauraum ist Mangelware, dafür gibt´s eine Mikrowelle ?!
 

Das ist kein Segelschiff sondern eine Badeplattform !

Sprüche zum Tag:
Flo : der Skip macht an auf URL ( bei uns gängige Bezeichnung für mitfahrende Crew, ohne besondere Aufgaben )
 

zum Anfang 19.9.05 Novigrad - Pomer 56,2 sm Route Bildergalerie

Wir gönnen uns in der Marina ein Frühstück mit Ham and Eggs plus Elektrolytgetränk, während die Servicecrew an unserer Morchel werkt. Nach fast drei Stunden ist das Gröbste erledigt, und wir können wieder weiter. Wir nutzen den anhaltend starken Wind, und Segeln "full Speed" Richtung Süden. Wir machen um die Südspitze Istriens einen großen Haken, und kreuzen im Mondlicht bei 2m Wellen mit Delphinbegleitung nach Pomer. So findet dieser verpatzte Tag noch einen krönenden Abschluß. Faszinierend, wie diese Tiere mit dem Schiff spielen, während man selbst mit über 8 Knoten durch die Wellen jagt.

Sprüche zum Tag:
Malloth : Nach Verzehr des "Grappa auf Haus" - Trinkst du noch, oder lebst du schon?
 

zum Anfang 20.9.05 Pomer - Losinj 32,1 sm Route Bildergalerie

Der Wind hat 7-9 Beaufort, gemütliches Segelwetter, Flo nutzt die Gelegenheit, um während der Fahrt die Mastspitze zu erklimmen, und Top-Fotos zu machen. Nachdem die ersten Wellen über den Bug spülten, schreit Robert Alarm. Unsere Bugkabine gleicht einem Aquarium. Obwohl die Luke fest verschlossen war, drückt es das Wasser bei der Dichtung ins Boot. Perfekt ausgerüstet, verkleben wir die Luke mit Powertape. Dicht ! Wir erreichen die Insel Losinj, machen einen Badestop, wo ich auch gleich bei einem Tauchgang unter Schiff die Log wieder flott bekomme. ( Bis jetzt hatten wir nur die Speed-Anzeige von meinem GPS, das ich für die Trackaufzeichnung mit hatte). Wir ankern in einer geschützten Bucht, und lassen den Tag ausklingen.

zum Anfang 21.9.05 Losinj - Pomer 29,8 sm Route Bildergalerie

Wir haben kräftige Bora bis 9 Beaufort, und hohe, langgezogene Wellen, die selbst das 51-Fuß lange Schiff zum Schaukeln bringen. Heute ist nicht mein Tag. Ich nutze die rauhe See für Actionfotos, bis mich eine Welle dermaßen überspült, dass meine Digitalkamera ein kräftiges Bad nimmt. Selbst sofortiges Entfernen des Akkus können die Elektronik nicht mehr retten. zum Glück bleiben alle Fotos erhalten ! Ab sofort fotografiere ich mit Charlys Kamera - ist fast die selbe wie meine ( war ). Das lange Schauen durch die Optik der Kamera wird von meinem Magen mit einem massiven Umkehrschub belohnt, ich hänge "hinten unten", und kotze mir meinen Frühstücksapfel aus der Seele. Lediglich der Espresso den ich dazu getrunken habe, meint, er kommt ein wenig später, und in kleinen Dosen. So dauerte es eine halbe Stunde ( kommt einem selbst wie ewig vor ) bis auch der letzte Tropfen Espresso gemischt mit Magensaft mein Innerstes verlassen hat. Als sich das Wetter ein wenig beruhigt hat, mache ich einen kleinen Erholungsschlaf. Als ich wieder an Deck bin, sind wir bereits im Pomer. Ich erfahre, dass wir beim "Einparken" das Nachbarschiff geschrammt haben, aber außer einem Kratzer im Lack ist nichts passiert. Wir beenden den Abend mit einem ausgiebigen Bauernschnapser, der auch einiges an Spirituosen zum Verdunsten bringt.

Sprüche zum Tag:
Robert : Woran erkennt man das essen beim wirt (beim Blick auf den Seetang in der Schraube) ? Es schaut nach dem speiben gleich aus wie vorher.

Stiller zu TLO : Rauchst ma a ane an ( eine Zigarette an Deck - gar nicht einfach)  - TLO : da Flo derf des net so sagen
Flo : du seichtwassertaucher
Malloth zum Sir : greif ma net zwischen die Fiaß - sonst brichst da die Hand
Robert : für des was i dings is ma a wuascht ( meinte seine wenigen Schlechtpunkte trotz der vielen UNO-Karten )
TLO zum Flo : bei deiner klanen Blasen is des verdunstet bevors am Boden ankommt

 
zum Anfang 22.9.05 Pomer - Rovin 32,6 sm Route Bildergalerie

Der Wind flaut ab, und das letzte Stück nach Rovin müssen wir das "eiserne Segel" anwerfen. Wir finden in der Marina eine Lücke neben einer germanisch besetzten Bavaria. Hurra, das haben wir gebraucht !
Wir bummeln durch Rovin, gehen Abendessen, nehmen noch ein "Gute Nacht" Elektrolyt, und verziehen uns aufs Schiff. Außer Flo und Charly - die geben sich noch das Nachtleben, was Flo dann bei seiner Ankunft - mit schwerem Seegang und deutlichem Verlust der Muttersprache - lautstark von sich gibt. Wir können ihn gerade noch daran hindern das Nachbarschiff zu entern, und den Druck seiner Blase dort zu entleeren. Nach deutlichen Worten der Ermahnung verdrollt er sich in seine Achterkabine, und bleibt dort bis zum Vormittag.

Sprüche zum Tag:
Skip: Des war heute keine Challenge - zuerst waren alle Anderen weit vorn, dann weit hinten..


zum Anfang 23.9.05 Rovin - Portoroz 44,8 sm Route Bildergalerie

Als kleine Revanche erhält Flo beim Frühstück einen satten Schluck Weinessig als Manöverschluck zu trinken - Prost Flurl !
Am Weg nach Portoroz haben wir Rückenwind, und beschließen unseren Gennaker zu setzen. Kaum ist das Ding an seinem geplanten Einsatzort läßt der Wind nach, und dreht ständig in leichten Böen. So ist ein Kurs-Fahren - bzw. den Wind im Gennaker zu halten nahezu unmöglich, und wir verstauen das Ding wieder in der Bugkiste. Am späten Abend landen wir in der Marina von Portoroz - dank Florian - sonst hätten wir die Hafeneinfahrt nur suboptimal erwischt - und eine durchaus massive Betonmauer hätte sich in unserem Bug verewigt. Ende gut - alles gut. Gemütliches Abendessen in der Marina - noch einmal an Bord schlafen.

Sprüche zum Tag:
Stiller : Da kommst spät, und dann kannst nimmer mehr .

zum Anfang 24.9.05 Rückfahrt

keine besonderen Vorkommnisse

24.9.05 Törnende            

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