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Törn 2006 vom 15.9.-23.9. |
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Franz - Skipic |
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Charly - Sir Charles |
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| Strecke gesamt 275 nm |
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Vorbereitung:
| die Crew |
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hier eine kurze Vorstellung unserer Segelcrew :
| Franz |
unser Skipper - oft auch bedingt durch vorhergehende Törns in Kroatien
SCIPIC genannt. Ein Mann mit viel Erfahrung in allen Bereichen - besonders auf See. Es war sein erster Törn mit der Wirt-Crew, hat aber super zu uns gepasst. Ohne sich in den Vordergrund zu drängen, hat er immer Alles im Auge, und greift nur ein, wenn es wirklich notwendig ist. Er läßt sich durch Nichts aus der Ruhe bringen. Vorliebe : Weißwein Lieblingsspruch : cómo ser llamaste ? ( wie heißt du ? ) |
| Baumi | unser Rookie - sein erster Törn
mit der Wirt-Crew, manchmal noch Probleme den Kurs mit dem Windanzeiger
in Einklang zu bringen, aber um das zu lernen, war er ja auch mit. Ich
möchte ihn auf keinem Törn mehr missen! ausgezeichnete Kenntnisse der
spanischen Küche und der Rotweine. Kennt die tollsten Lokale, und auch
sein Spanisch war uns hilfreich. WELCOME ON BOARD ! Vorliebe : Gin-Tonic |
| Christoph | unser Chefnavigator, kann bei
jedem Wellengang die Karten und Hafenhandbücher studieren, hasst wenig
Wind, und Spritzwasser. Fixer Crewbestandteil. Liefert immer wertvolle Informationen, manchmal ein wenig exzentrisch. Vorliebe : Seidl und Kabelbinder |
| Flo | gehört mittlerweile zur
Stammcrew, nichts tut er lieber, als an der Winch zu kurbeln, oder auf
den Mast zu klettern. Ein perfektes Mitglied der Crew, auf das immer
Verlass ist, auch wenn die Nacht nur kurz war. Vorliebe : Manöverschluck |
| Sir Charles | unser Url (Abkü für Urlauber) an
Bord, wird nur zu Manövern eingeteilt, wenn es notwendig ist, lebt auch
an Deck seinen Nacht-Rhythmus und muss daher sein Frühstück meist selbst
machen. Für mich ein Phänomen, in welchen Lagen der Sir noch unter Deck
lesen kann, auch wenn ihm schon das Geschirr um die Ohren fliegt.
Ausgezeichnete Rotweinkenntnisse, liebt Garnelen und sonstiges
Meereszeug. Vorliebe : Gin-Tonic / Rotwein |
| TLO | the long one - meistens
hinter dem Steuerrad zu finden, fuhr heuer alle An-/ Ablegemanöver,
Ersatzskipper, Bordtechniker, DJ. Zupft gerne an den Bandeln - maximum Speed challenge - 50% seines Gepäcks bestehen aus Elektronik und Werkzeug. Vorliebe : Vodka-Orange / Rotwein |
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15.9.06 | Wien - Barcelona - Palma - Porto Cristo |
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Doris und Horst waren so nett uns nach Schwechat zu chauffieren, nach einem Seidl am Flughafen ging es mit Iberia über Barcelona nach Palma de Mallorca. Unser Transfertaxi stand schon bereit und brachte uns mit einem Zwischenstop im Supermarkt nach Porto Cristo. Telefonisch klärten wir unsere Übernachtung ( Hotel gleich beim Hafen ) deponierten das Gepäck und den Einkauf beim Hafenbüro. Anschließend bezogen wir Quartier, gingen nett Abendessen und auf einen an- bzw. abschließenden Absacker.
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16.9.06 | Porto Cristo - Cala D'Or 19,2 nm |
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gemütliches Frühstück im Hotel, unser Schiff können wir ab 11:00 beziehen, Startseidl im Hafen, bunkern, Abfahrt. Aufgrund der Wetterprognose beschließen wir im Uhrzeigersinn die Insel zu umrunden. Tagesziel für heute ist Cala D' Or. Der Wind ist gut ( bis 28 kn) und das Wetter sonnig. Für geschmeidige 67 Euronen dürfen wir in der Marina von Cala D´Or anlegen, und krönen den Abend in einem Pub ( Jane und Mike ). Flo und ich machen noch eine Adventurefahrt mit dem Dingi - bedingt durch einige Hoppalas ( Benzinhahn, Leine in der Schraube, etc...) bieten wir eine durchaus cabaret-reife Unterhaltung.
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17.9.06 | Cala D'Or - Palma de Mallorca 49,1 nm |
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Ablegen um 8:30, Segeln ist angesagt. Wir umsegeln die Südostspitze von
Mallorca und fahren zum Gästepeer 46 in Palma. Wir legen am Peer an, werden aber von
einem nervösen deutschen Bundesgenossen des Platzes verwiesen ( Reserviert für
eine Charterfirma, eigentlich sein Platz etc..). Sonntag sind die Spanier aber
nicht unbedingt arbeitswillig - so ist niemand Kompetenter zu finden. Nachdem
auch sonst
alles belegt ist (erfolgloses Anfunken von 5 Marinas in Palma), gehen wir direkt am Polizeipeer
längsseits, wo wir mit Erlaubnis der Wasserpolizei auch die Nacht verbringen
dürfen (es fühlt sich ohnehin keiner zuständig). Dieser Liegeplatz
ist der Näheste bei der Kathedrale - also mitten im Ortszentrum - was uns auch
die Bewunderung vieler Touristen beschert
(noch nie eine Segeljacht gesehen ?)
Wir machen uns landfein und gehen gemütlich Tapas essen.
(Die Suche nach Baumi' s Lieblingslokal ist leider umsonst - da geschlossen)
Nachdem wir die Speisekarte durchgekostet haben, wandern wir weiter ins ABACO.
Dieses Restaurant / Bar ist in einem Palast aus dem 17. Jahrhundert
untergebracht, und schon das große scheunenartige Eingangstor steigert die Erwartung. Bereits
beim Eingang sind wunderschöne Stilleben aus verschiedensten Früchten, und
traumhafte Blumenarrangements, einem arabischen Palast gleichend. Im Innenhof
befinden sich kleine Tische mit gemütlichen Sesseln und mehrere Springbrunnen,
begleitet von klassischer Musik. Im ersten Stock ist ein Museum untergebracht.
Wer einmal in diesem Lokal war, wird es immer in Erinnerung behalten. Wieder an
Bord geht´ s weiter mit Bauernschnapsen und Gin-Tonic.
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18.9.06 | Palma - Andratx - Alcudia 97,1 nm |
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um 8:22 geht' s wieder los, wir segeln weiter nach Andratx, wo wir mittags ankommen. Im Hafenbecken machen wir an einer Boje fest - Badestop. Baumi und Flo fahren mit dem Dingi einkaufen - kommen aber bald rudernd zurück - kein Sprudel mehr im Außenborder. Auftanken, das Ganze nochmals. Um 14:30 geht es weiter, die lange Etappe entlang der Westküste Mallorcas - die außer Soller ( der einzigen Stadt Mallorcas mit Straßenbahn ) nichts zu bieten hat. Nachdem kaum Wind geht, heißt es das eiserne Segel anzuwerfen, und wir motoren Richtung Nordost der Küste entlang. Um 20:45 erreichen wir die Hafeneinfahrt von Soller - es ist bereits dunkel. Wir beschließen weiterzufahren, und erreichen um 2:55 die Nordspitze von Mallorca. Ursprüngliches Ziel war Port de Pollenca, aber dort wären wir bereits um 5:00 früh gewesen, außerdem kommt wieder Wind auf, wir setzen Segel, unser Ziel : Alcudia. Ich lege mich nieder, und Baumi,Flo und Franz segeln weiter. Der Wind dreht, und so müssen die beiden nach Alcudia kreuzen. Um 8:30 sind wir am Ziel. Für das erste Mal Einparken im Rückwärtsgang brauche ich drei Versuche - zu wenig Speed - zu vorsichtig. Aber man ist ja lernfähig.
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19.9.06 | Alcudia - Alcudia 16 nm |
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20.9.06 | Alcudia - Ciutadella 43,4 nm |
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21.9.06 | Ciutadella - Cala Ratjada 26,3 nm |
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22.9.06 | Cala Ratjada - Porto Cristo 24 nm |
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Neu verseilen, eine Hilfsreling gebastelt, Fender neu eingestellt. Das war ein Manöver ! Charly, Baumi, Christoph und ich setzten uns auf die Stufe der Uferpromenade, um das gelungene Manöver mit einem Gin-Tonic zu begießen. Just in dem Moment als wir uns zuprosteten, schoss genau über uns eine Welle über die Mauer - wir waren sekundös gebadet - der Gin-Tonic eine Salzsuppe. Der Schwell bewegte das Schiff mehr als einen halben Meter auf und ab. Eine Stunde später riss auch noch unsere Achterleine ab. Zum Glück hat das unser zweiter deutscher Nachbar gleich bemerkt. Wake up! Dieser Ruf ließ mich wieder aus dem Schlaf hochschießen, Baumi half mir die Leinen umzubauen - und das bei diesem Wetter. Mittlerweile war es schon 7:00 früh, die Morgendämmerung setzte ein, Wind und Wellen wurden noch stärker - der Entschluss stand fest - weg hier, bevor wir festsitzen, oder noch mehr kaputtgeht! Wir nutzen eine Wellenpause um Abzulegen ( es kamen immer drei, vier Brecher mit einer anschließenden kurzen Pause ), und kämpften uns gegen Wind und Welle aus dem Hafen und der engen Bucht von Ratjada. 2 Knoten Fahrt bei vollem Motorspeed ! (normalerweise 7-8 kn ). Da wurde sogar Charly in der Bugkabine munter, und erlebte schweres Chaos unter Deck. Aus der Bucht heraußen war es zwar noch immer wild, aber wir konnten die Wellen ganz gut abreiten, und fuhren am schnellsten Weg nach Porto Cristo, wo wir zuerst einmal tankten. Wir finden in der Marina nur einen Platz, der aber zu schmal ist, um mit dem Heck voran einzuparken ( zumindest ich konnte es nicht ). Die Mooringleinen der beiden bereits vorhandenen Schiffe liefen unter Wasser zusammen, und machten für mich das Manöver unmöglich. Mit dem Bug voran drängten wir dann die beiden Schiffe auseinander, und machten fest. Leider ist mein GPS heruntergefallen, und die Antenne ist abgebrochen, so dass von der Rückfahrt von Cala Ratjada nach Porto Christo keine Trackaufzeichnung mehr vorhanden ist. Die Charterfirma kommt um 16:00 den Schaden begutachten, und nimmt das Schiff ab. Wir gehen noch köstlich Abendessen, und verbringen die letzte Nacht an Bord - eine Revanche im Bauernschnapsen beendet den Abend.
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23.9.06 | Rückfahrt |
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We did it ! und sind auch noch zum Abendessen nach Menorca gesegelt ...
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